Das Land Tyrnomar
Das Land Tyrnomar ist ein kleines überschaubares Land mit kleinen Ortschaften und ein paar wenigen größeren Städten. Die wichtigsten werden hier kurz beschrieben.
Aeästriel:
Aeästriel ist eine verfluchte Insel, und kaum einer betritt sie. Sie ist die Heimat der gleichnamigen Elfenlords, die von Syll korrumpiert wurden und nun als Schwarzfeen bekannt sind. Auf der Insel herrschen Verrat und Illusion, als Fremder wird man nur den Tod finden.
Die Sumpfinsel ist ein flacher Haufen Matsch, der wie von Götterhand dorthin geworfen im Meer liegt. Außer verkrüppelten Bäumen, dichten Farnwäldern und menschenfressenden Riesenmolchen gibt es dort nichts.
Aldurien:
Aldurien ist die südliche Grafschaft Tyrnomars unter der Führung der wohlwollenden, jungen Gräfin Harika. Aldurien ist ein warmes und liebliches Land, in dem nicht wenige Adlige einen Sommersitz unterhalten. Alduriens Hauptstadt ist Jaltin, die zweitgrößte Stadt Tyrnomars. Die Wälder von Kye`Riel sind die Urheimat der tyrnomarischen Elfen. Ebenfalls in Aldurien liegen die Quellen der Amathea, ihr heiliger Platz, der vor kurzem fast einer Intrige des Dämonen Ghul-Zoor zum Opfer fiel. Aldurien ist bekannt für seine rauschenden Feste, goldenen Sonnenuntergänge und vortrefflichen Weine. Der bekannteste ist Alt-Jaltin Südhang, ein edler Tropfen, der selbst am Königshof selten ausgeschenkt wird. Das Pendant am anderen Ende der Skala ist der weitverbreitete, viel derber schmeckende Wein "Schelmenschluck". Aus den vielen Imkerein Nord-Alduriens geht außer Honig auch der Met "Wolfstropfen" hervor. Dieses große Angebot an Alkoholika hat Aldurien den Beinamen "Land des Rausches" eingebracht.
Donnerfels:
Das Land im Osten Tyrnomars ist wild und wenig zivilisiert. Nur das kleine Städtchen Lysia ist der Erwähnung wert. Die Gegend von Lysia wurde in den letzten Jahren berühmt, weil dort der Vampirfürst Viscomte Mortiis wiedergeboren und gleich darauf vernichtet wurde, und sich dort auch in neuerer Zeit viele Abenteurer aus vielen fremden Ländern tummeln. Diesen Inseln der Zivilisation stehen wilde, von Monstern bevölkerte Landstriche gegenüber. Der Orkenwald, voll von selbigen, die Blutberge mit Karnas Vulkan Tykath und Umrosch Ukosch, die Binge der bösartigen Vulkanzwerge und Ruzumas Giftsumpf mit seinem heiligen Berg Crymlach. Die Blutberge ragen weit ins Meer hinein, dort Trondklippen genannt und haben schon manchen wackeren Schiffsmann mit Schwefeldampf, Sturm und Felsen in Tuals dunkle Lande geschickt. Donnerfels ist kaum bewohnt. Dörfer gibt es nur um Orkenwehr und westlich des dunklen Sköggwaldes. Das wichtigste Gut aus Donnerfels ist das Holz, das Tag um Tag von tapferen und wilden Holzfällerburschen unter Einsatz von Leib und Leben den unzugänglichen Urwäldern entrissen wird. Außerdem ist die Grafschaft bei abenteuerlustigen Jägern beliebt, seit 284 n.d.g.F der König Garulf dort einen goldenen Hirsch erlegte.
Das Gramwell-Riff:
Das Gramwell-Riff ist bei Forschern ob seines Reichtums an Wassertieren und Pflanzen berühmt und bei Seefahrern wegen seiner Untiefen und launischen Strömungen gefürchtet. Man munkelt, es gäbe dort einen Vorposten der Zorgat. Ebenfalls soll das Riff die Heimatbasis von Meamones Knochenschiff sein.
Tetis:
Tetis ist die nördliche Grafschaft Tyrnomars. Ihr Herrscher ist Graf Hubertus von Tetis. Das Land gilt als die Kornkammer Tyrnomars und ist für seine goldenen Kornfelder weitgerühmt. Aus der Tetiser Gerste wird das gute "Adelbräu" gebraut, das landauf, landab vom Bauern wie vom Rittersmann gerne getrunken wird. In Tetis gibt es keine großen Städte, aber viele Dörfer. Das wichtigste Bauwerk ist die Burg Zorgatwehr, der Sitz des Grafen Hubertus und seiner Familie von Alters her. Ein kleines, malerisches Dorf hat sich zu ihren Füßen gebildet und wird von königstreuen Bauern und mutigen Fischern bewohnt. Von der Burg reiten regelmäßig Wachtrupps aus, die sogenannten Wasserritter, welche die Nordküste vor den Zorgat, Tuals widerlichen Fischwesen, bewachen. Im Osten von Tetis liegen die Zwergenberge, ein flaches aber schroffes Felsland. Dort, in ihrer tiefen Miene Torozar Toi leben die tyrnomarischen Zwerge und pflegen ein gutes Verhältnis zu denen von Tetis. Sie versorgen das Land mit Baustein und Eisen.
Das umzingelnde Meer:
Das Meer, welches Tyrnomar umgibt. Es ist reich an Fisch und anderen Wasserwesen.
Windmären:
Der Westen Tyrnomars wird von Windmären eingenommen. Graf Skyfest von Windmären ist ein alter und weiser Mann, dessen Tochter Alindra wohl bald das Zepter in die Hand nehmen wird. Die Familie derer von Windmären residiert in Daska an der Mündung des Tyr. Daska ist berühmt für ihre Schiffswerften und gilt als das Tor Tyrnomars zur Außenwelt, auch wenn die Stadt immer etwas im Schatten des nahen Thoras steht. Ein Flecken unberührter Wildnis inmitten der Herzlande von Windmären ist der Tyrsfenn, eine Gegend, in die kein vernünftiger Mensch, Elf oder Zwerg einen Fuß setzen würde, da dort Ruzuma, Laesi, Amathea und sogar Tual um die Vorherrschaft streiten. Windmären ernährt sich von der Fischerei, die an der ganzen Küste ausgeübt wird. Dort werden die begehrten tyrnomarischen Seeteufel - diese veritablen und delikaten Fische können länger als zwei Männer werden - und der seltene Königshummer dem Meer entrissen.
Das Zorgatmeer:
Dieses verfluchte Wassergebiet ist die Domäne Tuals und seiner Zorgat. Dort in dem Meeresgraben Tuals Tiefe haust er und sendet seine Diener aus. Ebenfalls in diesem Meeresgebiet befindet sich der Berg Wolfszahn, der steil und schroff aus den Fluten ragt. Man sagt, dass Vreyns Geflügelte auf dem Wolfszahn leben.